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Allianz Dresdner Bauspar AG
 
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Auf dem Dach lässt sich mit einfachen Mitteln ein grünes Paradies gestalten. Diese Methode spart Wasser, schützt die Gebäude und ist ökologisch korrekt.
Begrünte Dächer sind stark im Kommen. Jährlich werden bis zu 14 Millionen Quadratmeter Dachfläche als oberirdische Gärten neu angelegt, rechnen die Fachleute zusammen. Die Idee begann bei öffentlichen und gewerblichen Gebäuden, die Welle schwappt jedoch auf private Haushalte über.
Je nach Dachfläche, Vegetationsschichten und Geschmack kann die Umsetzung des Projektes durchaus mehrere Tausend Euro kosten. Mit ein wenig Geschick kann man seine grüne Oase allerdings selbst planen und bepflanzen. Doch ganz ohne professionelle Hilfe geht es nicht.
Das A und O des Vorhabens: die Statik
Plant man eine Dachbegrünung, stellt sich zunächst die Frage der Statik. Nicht jedes Dach hält der Bodendecke stand. Bei niedrigen Pflanzen wie Moos, Gras oder Kräutern – man spricht in diesem Zusammenhang von extensiver, arbeitsparender Begrünung – wird mit 80 Kilogramm Belastung pro Quadratmeter gerechnet. Wer dagegen Büsche, Sträucher oder kleine Bäume plant, muss bis zu 300 Kilogramm pro Quadratmeter in Kauf nehmen. Ein statisches Gutachten ist also von höchster Bedeutung.
Nach der Statik-Überprüfung können dann die eigentlichen Arbeiten beginnen. Eine Dachbegrünung besteht grundsätzlich aus mehreren Schichten. Die unterste Schicht, die direkt auf dem Dachaufbau aufsetzt, ist die Wurzelschutzbahn, die eine wurzelfeste Abdichtung des Dachaufbaus garantieren soll. Die nächsten beiden Schichten sind die Schutz- und Dränschichten. Erst darauf kommt das Substrat, das es im Handel inzwischen auch extra für die Dächer gibt.
Entscheidet man sich für eine arbeitsparende Begrünung mit Gräsern und Wildkräutern, sollten die Schichten insgesamt bis zu 13 Zentimetern dick sein. Ein so begrüntes Dach hat keine Bewässerung nötig. Einmal im Jahr sollte man allerdings düngen und das Unkraut jäten.
Die Fachleute empfehlen: Ein Gründach sollte ein leichtes Gefälle von zwei bis fünf Grad haben. Bei Gefälle ab 15 Grad müssen zusätzlich sogenannte „Schubschwellen“ eingebaut werden, um ein Abrutschen des Substrats zu verhindern. Kostensparend würden sich also für private Hausbesitzer mit schmaler Geldbörse vor allem grüne Garagen und Carports anbieten.
Die Vorteile liegen auf der Hand
Ein begrüntes Dach bietet gerade in der Großstadt einen zusätzlichen Lebensraum für Vögel und Insekten. Der gefürchtete Feinstaub wird dank der Pflanzendecke gebunden. Durch begehbare Dächer gewinnt auch der Mensch zusätzlichen Raum zur Erholung. Gerade in Städten mit hohen Grundstückspreisen kann dieser Garten-Ersatz sehr reizvoll sein.
Eine gut durchdachte Begrünung schont das Dach, denn es verschleißt viel langsamer als eins, das der Witterung frei ausgesetzt wird. Auch niedrigere Abwasserkosten machen sich mit der Zeit bemerkbar: Begrünte Dächer halten im Jahresdurchschnitt mindestens 50 Prozent der Niederschläge zurück und lassen sie verdunsten. Ist die Dachbegrünung „gesättigt“, fließt das überflüssige Wasser erst Stunden nach einem Starkregen ab. Somit wird die Kanalisation entlastet. In diesem Zusammenhang bietet sich eine Kombination mit Regenwassernutzung oder Regenwasserversickerung an.
Und last but not least steigern auch Schallminderung sowie schöne Optik durch gezielte Pflanzen-Auswahl das eigene Wohlbefinden. (c) Insignio 6.2009, Foto: Optigrün
Tipps zur Dachbegrünung in Eigenregie:
url: http://www.srgruenhaus.de/Dachbegruenungwarum.htm
 
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