
Neue Fenster helfen sparen
Heizung und Warmwasser machen 85 Prozent des Energieverbrauchs in privaten Haushalten aus.
Ein Großteil der Wärme verschwindet durch undichte Fensterrahmen und Verglasungen mit schlechter Wärmedämmung nach draußen und beheizt so den Bürgersteig. Doch das ist nicht der einzige Grund, sich von veralteten Fenstern zu verabschieden. Der Verband der Fenster- und Fassaden-Hersteller (VFF) nennt die Vorteile einer Modernisierung.
Besonders im Winter machen sich veraltete Fenster unangenehm bemerkbar: In ihrer Nähe zieht es, da die Verglasungen schlecht dämmen und die Fensterrahmen im Laufe der Jahrzehnte undicht geworden sind. Teure Heizwärme verpufft also in der kalten Jahreszeit gleich doppelt. Im Schnitt werden jährlich 25 Liter Öl pro Quadratmeter Wohnraum verbraucht – das geht ans Geld. Bei einer durchschnittlichen Fensterfläche in einem Einfamilienhaus von 25 Quadratmetern lassen sich mit dem Einbau neuer Fenster bei den unberechenbaren Energiepreisen 200 bis 400 Euro an Heizkosten pro Jahr sparen.
Im Sommer wiederum beklagen sich nicht nur Wetterfühlige über die Stauhitze im Gebäude. Es werden teure Klimaanlagen gekauft. Dabei wären da für besonders anspruchsvolle Bauherren Aluminium-Holzfenster interessant. Im Hausinneren genießen die Bewohner die natürlichen Holzoberflächen, außen schützt eine robuste Aluminiumschale nachhaltig vor Sonne, Regen und Schnee. Man hätte also zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigen können: für die warme und die kalte Jahreszeit.
Veraltete Fenster sind oft die energetische Schwachstelle des gesamten Gebäudes. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können pro Jahr bis zu 500 Liter Heizöl allein durch eine Erneuerung der Fenster eingespart werden. Diese Menge entlastet die Atmosphäre um 1,3 Tonnen CO2. Neue Fenster entlasten also nicht nur den Geldbeutel, sondern schonen auch die Umwelt.
Wohnkomfort und Schutz gegen Diebe
Kein Mieter will in einer Energieschleuder wohnen. Angesichts ständig schwankender Energiepreise gewinnen die Nebenkosten, die berühmt-berüchtigte "Zweitmiete", bei Wohnungssuchenden immer mehr an Bedeutung bei der Auswahl des passenden Wohnraums.
Befindet sich die Wohnung auf dem neuesten Stand, lässt sie sich schneller vermieten. Völlig veraltete Fenster schrecken auch Kaufinteressenten ab. Eine Modernisierung der Fenster erhöht also nicht nur den Wohnkomfort, sondern steigert auch den Wiederverkaufswert der Immobilie.
Woher nehmen und nicht stehlen?
Bei der Wahl passender Fenster sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ganz anders sieht es mit den finanziellen Möglichkeiten aus. Wenn es mit der Eigenfinanzierung hapert, helfen zahlreiche Fördermodelle bei der Modernisierung. Sie reichen von Zuschüssen für eine Energieberatung, über zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bis hin zu Zuschüssen der Länder, Kommunen und regionalen Energieversorger. Wer einen Fensterfachbetrieb beauftragt, kann zusätzlich Steuerermäßigung auf die Handwerkerleistungen geltend machen. Immerhin gibt es bis zu 600 Euro im Jahr zurück. (c) Insignio 6.2009, Foto: Velux
Nützliche Links im Internet:
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