Holzpellets im Test
Stiftung Warentest hat 2009 Marken-Holzpellets von zehn Herstellern untersucht und die Produkte durchgängig mit dem Gesamturteil „Gut“ bewertet.
Die getesteten Pellets lieferten laut Stiftung Warentest nicht nur weitgehend CO2-neutrale und damit umweltschonende Heizwärme, sondern schnitten auch in Bezug auf die Umwelteigenschaften sehr gut ab. Es habe keinerlei Anhaltspunkte für die Verwendung unsauberer Holzreste gegeben. Damit sei eine emissionsarme Verbrennung gewährleistet. Nach Aussage von Stiftung Warentest sei der Energieträger sowohl preisgünstig, als auch konstant verfügbar, da keine Versorgungsengpässe zu befürchten seien.
Als wichtigstes Bewertungskriterium wurden die Verbrennungseigenschaften der Pellets betrachtet, die mit 50 Prozent Gewichtung in das Prüfergebnis eingingen. Weiterhin wurden die Pellets in den Kategorien heiztechnische Eigenschaften (30 Prozent), weitere Umwelteigenschaften (10 Prozent) sowie Deklaration (10 Prozent) getestet. Die Ergebnisse sind durchweg positiv.
Vor allem im Verbrennungs- bzw. im Schmelzverhalten der Asche überzeugten alle Pellets mit guten bis sehr guten Werten. Mit weniger als acht Prozent Wassergehalt wiesen zudem alle Pellets einen weitaus geringeren Wert auf, als nach DINplus-Zertifizierung gefordert. Die Analyse der Asche brachte bei jeder Pelletmarke zufriedenstellende Werte hervor, die bezüglich der Parameter Schwermetalle und Schwefelgehalt sehr niedrig und daher überdurchschnittlich gut zu bewerten sind.
Lediglich bei der Verpackung gebe es einzelne Verbesserungsmöglichkeiten. Nach Anregung von Stiftung Warentest sollte eine übersichtliche und leserliche Kennzeichnung auf der Verpackung dem Kunden Aufschluss über Produktionsstätte und -jahr geben.
Beim Deutschen Pelletinstitut (DEPI) zeigte man sich erfreut über das positive Testergebnis: „Das Resultat belegt, dass Holzpellets ein rundum verbraucherfreundliches Produkt sind, das unter den Gesichtspunkten Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis voll überzeugt“, sagte DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Laut Bentele unterstreichen die guten Testresultate die kontinuierlichen Branchenbemühungen: „Qualitätssicherung wird als Daueraufgabe von den Pelletproduzenten in Deutschland sehr ernst genommen. Die Ergebnisse von Stiftung Warentest sind hierfür eine verdiente Bestätigung.“
Radioaktive Holzpellets
Nach einer im Juni 2009 gestarteten Umfrage des Deutsche Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) in der Branche sind hierzulande keine womöglich radioaktiv belasteten Pellets aus dem Baltikum auf dem Markt. In Italien hatten Staatsanwälte am Wochenende nach der Entdeckung von erheblich belasteten Pellets aus Litauen über 10 000 Tonnen des Brennstoffs aus dem Verkehr ziehen lassen.
Das Institut Eurofins-AUA GmbH hat im Auftrag von zehn Händlern und Produzenten Pelletproben auf den Gehalt von Cs 137 testen lassen. Dabei fanden die Wissenschaftler in zwei Proben einen Höchstwert von jeweils 7 Becquerel je Kilogramm. Die anderen Werte lagen darunter. Der österreichische Pelletverband Pro Pellets Austria (PPA) hat ebenfalls aktuell Pellets aus österreichischer, tschechischer und deutscher Produktion prüfen lassen.
Höchstwert bei diesen Untersuchungen: 4,6 Becquerel je Kilogramm. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen entsprechen denen des Umweltinstituts aus München. Ergebnisse zur Belastung von Pellet-Asche und -Rauch mit Caesium 137 legten Hersteller, Händler und Verbände bisher nicht vor.
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